Direktsaat, Vorziehen oder Jungpflanzen von der Gärtnerei?

Direktsaat, Vorziehen oder Jungpflanzen von der Gärtnerei? Die Vor- und Nachteile im Überblick

Von Leon Hensler

Direktsaat, Vorziehen oder Jungpflanzen von der Gärtnerei?

Jede Hobbygärtnerin liebt diese Zeit. Das Beet planen, Pflanzen für die Saison raussuchen, Erde vorbereiten und die Vorfreude genießen. Hier macht sich gute Planung bezahlt, denn wer rechtzeitig säht, kann mehr ernten. Doch nicht bei allen Pflanzen bietet sich das Vorziehen oder das frühzeitige Säen an.

Da kommt die Direktsaat ins Spiel. Noch bequemer und sicherer sind die Jungpflanzen von der Profigärtnerei. Um dir bei der Entscheidung zu helfen, haben wir dir alles wichtige kurz und knackig zusammengefasst.

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Vorteile Vorziehen:

  • Gemütlich: Wenn du deine Pflänzchen an einem warmen Ort vorziehst, kannst du sie vor ungemütlichem Frost schützen. Dadurch können sie wohlig warm und geschützt keimen. 
  • Sicher: Andere Fieslinge wie Schädlinge, Schnecken oder Wildkräuter haben in deinen eigenen vier Wänden auch keine Chance. Durch das Vorziehen kannst du sie kräftig und kampfbereit in dein Hochbeet setzen. 
  • Sparsam: Durch das Vorziehen kannst du dein Saatgut außerdem sparsamer und gezielter einsetzen. Auch ist es vor Vögeln und anderen Saatdieben geschützt.
  • Kontrolle: Die richtige Erde, der richtige Ort, die richtige Temperatur. In deiner Wohnung kannst du für das beste Wachstum deiner Setzlinge sorgen.

Nachteile Vorziehen:

  • Licht: Deine vorgezogenen Pflanzen haben es gemütlich und bequem. Das könnte jedoch dafür sorgen, dass sie zu schwach aufwachsen und sich im Hochbeet nicht mehr durchsetzen können. UV-Lampen oder ausreichend Sonnenlicht verhindern das. So wachsen sie, durch den Bedarf nach mehr Licht, nicht zu sehr in die Höhe und entwickeln sich kräftig.
  • Umzug: Wenn du deine vorgezogenen Pflanzen umtopfst, müssen sie sich erst wieder an das neuen Umfeld gewöhnen. Ihre Wurzeln werden beschädigt, was einen zusätzlichen Stress bedeutet.

Pflanzen für das Vorziehen:

Die perfekten Pflanzen zum Vorziehen sind Nachtschattengewächse.  Diese wachsen langsamer und sind meistens wärmeliebend. Sie brauchen eine relativ hohe Temperatur zum Keimen, weshalb die geschützte Wohnung optimal ist. Die Klassiker zum Vorziehen sind Tomate, Aubergine und Paprika aber auch Kürbisgewächse wie Zucchini, Gurke oder Melone. Und wenn es draußen warm genug ist, freuen sie sich auf eine Platzierung in deinem Urban Hochbeet. 

Zeitpunkt:

Der typische Zeitpunkt für das Vorziehen ist der März. Pflanzen mit einer langen Keimdauer wie Paprika und Chili können sogar schon ab Februar vorgezogen werden. Genaue Anweisungen findest du auf der Verpackung der Samen. 

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Vorteile Direktsaat:

  • Kämpfernatur: Deine direktgesäten Pflanzen müssen sich gegen Wind, Temperaturschwankungen und andere Einflüssen behaupten. Es setzen sich also nur die Kräftigsten durch, welche sich besser gegen Schädlinge durchsetzen können. 
  • Stressfaktor: Wenn du deine Pflanzen direkt ins Hochbeet säst, müssen sie nicht durch einen stressigen Umzug durch. Ihre Wurzeln gewöhnen sich von Anfang an an ihr Umfeld und gehen eine Symbiose mit den Bakterien, Pilzen und anderen Mikroorganismen ein. 

Nachteile Direktsaat:

  • Schwund: Vögel und andere Diebe bedienen sich gerne an deinen frisch gelegten Samen. Bei Lichtkeimern wie Salat, deren Samen offen auf die Erde platziert werden, kann ein Vogelnetz helfen. 
  • Konditionen: Durch kühle Temperaturen kann es für deine direkt gesäten Pflanzen ziemlich ungemütlich werden. Da kann der ein oder andere auf der Strecke bleiben. Ein großzügigere Samenaussaat sowie ein schützendes Hochbeetvlies können Abhilfe schaffen. Dieses sorgt für ein geeignetes Mikroklima, sollte aber bei Keimung der Samen rechtzeitig entfernt werden. 

Pflanzen für die Direktsaat: 

Pflanzen, welche empfindliche Wurzeln bilden, sollten in jedem Fall direkt gesät werden. Ein Umtopfen beim Vorziehen kann für diese einen zu großen Stress darstellen. Die Klassiker sind hier Radieschen, Rote Bete, Möhren oder Zwiebeln. Auch Erbsen und Bohnensorten fühlen sich mit der Direktsaat wohler. 

Zeitpunkt: 

Um auf Nummer sicher zu gehen, pflanzt du erst nach den Eisheiligen direkt in deinem Hochbeet an. Hier verabschiedet sich der letzte potentielle Frost und deine Kleinen sind vor der Kälte geschützt. Aber auch schon etwas früher ist möglich, solange die Temperaturen stimmen und du die Samen wenn nötig schützen kannst. Auf unserem kurzen Blogbeitrag findest du die richtigen Zeitpunkte, um deine Pflanzen ins Freie stellen zu können.

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Vorteile Jungpflanzen kaufen:

  • Profi: Wenn du deine Jungpflanzen bei deiner lokalen Gärtnerei kaufst, ist Qualität garantiert. Denn wenn jemand Pflanzen versteht, dann eine Gärtnerei. Das bedeutet, robuste, ausgeglichene und kräftige Setzlinge. 
  • Frustfrei: Die Qualität wiederum sorgt für eine frustfreie Gartenerfahrung. Keine gestohlenen Samen, eingegangene Pflanzen oder andere frustrierende Erfahrungen.

Nachteile Jungpflanzen kaufen:

  • Preis: Eine vorgezogene Bio-Zucchini kann bei der Profigärtnerei schon mal bis zu 6€ kosten. Die Sicherheit, Expertise und Erfahrung lässt sich der Gärtner auszahlen.

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Man sieht, dass alle Methoden ihre Vor- und Nachteile haben. Hast du Zeit und Platz, bietet sich das Vorziehen gut an. Möchtest du dagegen Pflanzen säen, welche starke Wurzeln brauchen, ist die Direktsaat eine gute Wahl. Wenn du dagegen etwas später dran bist und trotzdem noch bequem und risikofrei in die Saison starten möchtest, bist du mit den vorgezogenen Profipflanzen einer Gärtnerei am besten bedient.

Hier findest du eine große Auswahl von vorgezogenen Qualitätspflanzen unserer Partnergärtnerei. Mit über 65 Jahren Erfahrung und einer jährlichen Aufzucht von über 1,5 Millionen Pflanzen ist sie die Partnergärtnerei unserer Wahl. Durch ihre Spezialisierung auf den Versandhandel und unserer Frischegarantie kannst du ganz sorgenlos in die Saison starten. 


Hier findest du genauere Anbauzeiten zu den gängigsten Pflanzen.