Der revolutionäre Kompost aus Japan

Der revolutionäre Kompost aus Japan

Von Christian Allie

Der revolutionäre Kompost aus Japan

Der revolutionäre Kompost aus Japan

Bei dem Wort Kompost denkst du vermutlich zunächst an den klassischen Komposthaufen. Dafür benötigt man viel Platz, einen Garten, muss lange auf den fertigen Kompost warten und obendrein riecht das alles noch etwas streng. Klingt nicht gerade verlockend, und insbesondere in der Stadt ist es schwierig, einen Platz für einen Komposthaufen zu finden.

Zum Glück gibt es mit der revolutionären Bokashi-Methode aus Japan eine platzsparende Alternative, die diese Probleme löst! Alles was man braucht ist ein Bokashi-Eimer und die Effektiven Mikroorganismen. Und natürlich den Biomüll.

Hier werden dem Biomüll nämlich Bakterien in Form eines Ferments hinzugefügt. Dabei handelt es sich um die sogenannten Effektiven Mikroorganismen (EM). Durch die Zugabe der EM verrottet der Biomüll nicht, wie sonst auf dem klassischen Komposthaufen, sondern fermentiert.

Die Vorteile der Bokashi-Methode:

Geruchsneutral

1. Geruchsneutral

Bei der Fermentation der Bioabfälle kommt kein unangenehmer Geruch auf, da die Abfälle lediglich versauern und nicht verrotten. Der Geruch erinnert deshalb eher an Kimchi oder Sauerkraut. Wenn man den Bokashi-Eimer dann auch noch verschließt, kommt kein Geruch nach außen. So kann man den Eimer auch bedenkenlos in der Küche stehen lassen.

Super schnell

2. Super schnell

Richtiger Kompost dauert lange? Nicht im Bokashi-Eimer! Durch die Fermentation mit den EM dauert es bloß 2-3 Wochen, bis der Kompost fertig ist. Während dieser Zeit kannst du auch schon den Bokashi-Saft abzapfen. Das ist ein hochwertiges Konzentrat voll von Vitaminen, Aminosäuren und Antioxidantien, das du als Flüssigdünger und sogar als natürlichen Rohrreiniger benutzen kannst. Den Bokashi-Saft solltest du während der Fermentation alle 2-3 Tage durch das Ventil am Eimer herauslassen.

Frei von Tieren und Insekten

3. Frei von Tieren und Insekten

Durch den luftdichten Deckel zieht der Bokashi-Eimer keine ungebetenen Gäste an. Insekten und Ungeziefer sind somit im Gegensatz zu einem klassischen Komposthaufen kein Problem.

Alles darf rein

4. Alles darf rein

Naja, fast alles. Natürlich beschränkt sich auch der Bokashi-Eimer auf rein organische Abfälle. Aber anders als beim klassischen Kompost können hier auch Essensreste, Fleisch und gespritzte Zitrusfrüchte hinein. Du solltest einzig darauf achten, dass die Abfälle nicht zu groß sind. Sonst kann es mit der Fermentierung länger dauern.

Keine Chemie

5. Keine Chemie

Die Bokashi-Methode ist zu 100% natürlich und kommt ohne Chemikalien aus. Was daraus entsteht, ist ein absolut natürlicher und sauberer Kompost!

Geld sparen

6. Du sparst bares Geld

Du verwandelst Abfall in hochwertigen Dünger und kannst dir so den Einkauf von herkömmlichen Dünger sparen.

Qualität

7. Qualität

Das Endprodukt ist ein hochwertiger Dünger, der ausschließlich aus natürlichen Küchenabfällen besteht. Der Dünger erhöht den Schutz deiner Pflanzen vor Krankheiten und Schädlingsbefall. Außerdem hilft er, dass die Früchte schneller und reifen und zahlreicher entstehen. 

 

In nur 4 Schritten zum eigenen Bokashi-Kompost:

Der Aufbau und die Nutzung des Bokashi-Eimers ist denkbar einfach. In nur 4 Schritten kannst du deinen eigenen Dünger aus dem Eimer herstellen.

1. Das Sieb einsetzen. Damit stellst du sicher, dass der Kompost nicht in seinem eigenen Saft steht und der Bokashi-Saft leicht durch Hahn ablaufen kann.

2. Danach kannst du alle möglichen organischen Küchenabfälle in den Eimer geben. Dabei musst du nur darauf achten, dass sie nicht zu groß sind.

3. Wenn du genügend Abfälle angesammelt hast, gibst du das Ferment dazu. 

4. Zum Schluss drückst du den Kompost noch etwas zusammen und verschließt den Eimer mit dem Deckel. Jetzt musst du nur noch 2-3 Wochen warten, und dein Super-Dünger ist fertig!

Falls du viel Kompost herstellen möchtest, solltest du zeitversetzt mit 2 Eimern arbeiten. So kannst du in dem einen Eimer noch Essensreste sammeln, während sie im anderen Eimer bereits fermentieren.

Das kannst du mit dem Kompost und Bokashi-Saft anfangen:

Kompost

 Bokashi-Saft

perfekt fürs Beet, da vor allem unsere Gemüsesets viele Nährstoffe brauchen. Somit eignet sich der Bokashi-Kompost als perfekter Zusatz zu unserem Dünger.

verdünnt (1:100) eignet sich der Bokashi-Saft gut als Flüssigdünger für deine Pflanzen. Einfach ins Gießwasser dazugeben und damit die Pflanzen wässern.
aber auch in Topfpflanzen und im Garten kann man den Kompost verwenden. unverdünnt lässt sich der Bokashi-Saft auch durch seine desinfizierende Wirkung als natürlicher Rohrreiniger verwenden. Einfach in den Abfluss schütten und etwas Wasser nachlaufen lassen.
Achtung: weil der Kompost sauer ist (einen niedrigen pH-Wert besitzt) solltest du ihn nicht direkt an die Pflanzen geben. Am besten ist es, wenn du ihn mit der Erde um die Pflanze herum vermischt.

 

Falls du zu viel Kompost oder Bokashi-Saft hergestellt haben solltest, kannst du ihn auch in luftdichten Flaschen oder Boxen für längere Zeit lagern. 

 

Wenn du dich außerdem noch über die Nährstoffe und Wirkungsweisen von bestimmten Küchenabfällen für deinen Dünger informieren willst, dann schau doch hier vorbei: 

6 Super-Dünger direkt aus deiner Küche