6 Super-Dünger direkt aus der Küche

6 Super-Dünger direkt aus deiner Küche

Von Christian Allie

6 Super-Dünger direkt aus der Küche

6 Super-Dünger direkt aus deiner Küche

Müll ist nicht gleich Müll. Vieles, das man täglich beim Kochen als Abfall entsorgt, lässt sich stattdessen als natürlicher und nachhaltiger Dünger für die eigenen Pflanzen im Hochbeet verwenden.

Diese Düngemittel reichen von Tee- und Kaffeesatz, über Schalen von Bananen, Eiern und Zwiebeln bis hin zu altem Kartoffelwasser. All dieser sogenannte “Abfall” fällt täglich in der Küche an, lässt sich aber auch super als starker Dünger in deinem Hochbeet verwenden. Hier kannst du nachlesen, wie du diese 6 Super-Dünger am besten verwendest!

 

1. alter Teesatz

Teesatz

Beispielsweise alter Teesatz: zunächst solltet ihr den Tee trocknen lassen, sodass es nicht zu einer Schimmelbildung im Hochbeet kommt. Dafür eignet sich ein besten ein flacher Teller oder ein Brett, auf dem ihr den Teesatz über Nacht trocknen lasst. Danach arbeitet ihr den Tee in die Erde eurer Pflanzen etwas ein, sodass die Nährstoffe auf schnellstem Weg zu den Wurzeln gelangen. Verschiedene Tees haben für eure Pflanzen sogar auch verschiedene Wirkungen. Je nachdem welchen Tee ihr bevorzugt, könnt ihr euren Pflanzen im Hochbeet auf verschiedene Weise helfen: Schwarztee hilft dabei, Pflanzenkrankheiten vorzubeugen, da er desinfizierend wirkt. Kräutertee hingegen hilft bei der Stärkung eurer Pflanzen und deren Wachstum, während Grüntee den Erdboden verbessert. Selbst wenn ihr einmal euren Tee vergesst zu trinken, freuen sich noch eure Pflanzen über den kalten Tee als einen reichhaltigen Flüssigdünger! Einfach mit Wasser mischen (eine 1:1 Konzentration ist empfehlenswert) und das Hochbeet damit gießen.

 

2. Kaffee

Kaffeesatz

Auch alter Kaffeesatz eignet sich bestens zur Stärkung deiner Pflanzen, da er viel Stickstoff enthält, der für das Wachstum der Pflanzen von maßgeblicher Bedeutung ist. Da der Kaffeesatz einen leicht sauren pH-Wert besitzt, wirkt er besonders gut auf Pflanzen, die einen leicht sauren Boden bevorzugen. Das sind beispielsweise Tomaten- und Zitrusgewächse. Auch bietet der Kaffeesatz durch im Hochbeet einen guten Schutz vor ungebetenen Gästen wie Schnecken und Ameisen, da diese vom niedrigen pH-Wert des Kaffees abgeschreckt werden. Beim Kaffee solltest du aber genauso wie beim Teesatz aufpassen, dass dieser vollständig trocken ist, bevor du ihn in dein Beet verteilst. So vermeidest du eine ungewollte Schimmelbildung. Auch kalten Kaffee kannst du ähnlich zum kalten Tee mit etwas Wasser verdünnt als Flüssigdünger zum Gießen verwenden. Du solltest aber nicht öfter als einmal in der Woche deinen Pflanzen Kaffee zu trinken geben - sonst könnten sie durch den geringen pH-Wert des Kaffees im wahrsten Sinne “sauer” werden!

Andere Pflanzen wie Brombeeren, Erdbeeren, Lavendel oder Mangold solltest du jedoch keinen Kaffee verabreichen, da sie eher basische Böden bevorzugen. Als alternativen Küchendünger kannst du für diese Pflanzen beispielsweise Bananenschalen verwenden.

 

3. Bananenschalen

Bananenschalen

Bananenschalen landen oft auf dem Kompost oder einfach im Müll. Dabei sind die Schalen selbst voller Mineralstoffe, die dem Wachstum deiner Pflanzen helfen. Die Schalen enthalten im Gegensatz zum Kaffee weniger Stickstoff, dafür sind sie reich an Kalium und Magnesium. Besonders der hohe Kaliumanteil ist sehr gut für deine Pflanzen. So verbessert er die Winterhärte der Pflanzen, sorgt für ein starkes Wachstum der Früchte, verbessert deren Aroma und verlängert die Haltbarkeit des Gemüses. Pflanzen wie Aubergine, Gurken, Zucchini, Paprika und Tomaten lieben kleingeschnittene Bananenschalen in ihrer umliegenden Erde, aber auch Zierpflanzen wie Rosen und Hortensien kannst du mit Bananenschalen düngen. Ähnlich wie beim Kaffee und Tee kannst du auch mit den Bananenschalen eine Art “Bananentee” als Flüssigdünger kochen: Dabei lässt du die zerkleinerten Schalen in heißem Wasser über Nacht ziehen und trennst sie anschließend durch ein Sieb vom Wasser ab. Danach kannst du mit dem Wasser dein Hochbeet gießen. Weil der Stickstoffgehalt in Bananenschalen jedoch gering ist, kann man den herkömmlichen Dünger nicht vollständig mit den Bananenschalen ersetzen, da Stickstoff ein Muss für ein starkes Pflanzenwachstum darstellt. Dafür ist es aber auch nahezu unmöglich, deine Pflanzen mit den alten Bananenschalen zu überdüngen. Deshalb gilt: Bananenschalen nicht mehr in den Müll, sondern immer ins Hochbeet!

 

4. Zwiebelschalen

Zwiebelschalen

Zwiebelschalen eignen sich als perfekte Medizin für deine Pflanzen. Einfach mit einem Liter Wasser aufkochen, mehrere Stunden ziehen lassen und dann als Flüssigdünger ab ins Hochbeet! So lassen sich besonders Schimmelbildungen vermeiden und auch Blattläuse abwehren, aber auch gegen viele weitere Pflanzenkrankheiten wirkt ein Zwiebelschalendünger durch seine desinfizierenden Inhaltsstoffe wahre Wunder.

 

5. Eierschalen

Eierschalen

Auch Eierschalen haben Besseres verdient als ein Ende in der Biotonne. Besonders der Kalk, aus dem die Eierschalen zu 90% bestehen, eignet sich wunderbar als Düngemittel für dein Hochbeet. Denn durch den enthaltenen Kalk können die Pflanzen andere Mineralstoffe im Boden besser aufnehmen und weisen somit ein besseres Wachstum auf. Kalkliebende Pflanzen sind unter anderem Bohnen, Erbsen, Mangold und Kräuter. Hortensien solltest du stattdessen auf keinen Fall mit Eierschalen düngen, aber auch Tomaten und Gurken reagieren empfindlich auf zu viel Kalk. Die Eierschalen lassen sich in den Boden einarbeiten oder auch wie die Zwiebelschalen am besten zu einem “Tee” aufkochen. Dabei ist es wichtig, dass du die Schale so gut wie möglichst zerkleinerst und sogar am besten pulverisierst. Denn nur so kann der Kalk auf direkten Weg zu den Pflanzen gelangen. Wenn du dann die Schalen von etwa 2-3 Eiern für einige Stunden in einem Liter Wasser ziehen gelassen hast, kannst du den Sud als Flüssigdünger verwenden.

 

6. Kartoffelwasser

Kartoffelwasser

Auch altes Kartoffelwasser eignet sich als Flüssigdünger für deine Pflanzen, da es viel Magnesium, Eisen und Phosphor enthält. Es hilft dem Wachstum und der Blütenbildung der Pflanzen sowie der Abwehr von Blattläusen. Das Kartoffelwasser sollte aber vorher ausreichend ausgekühlt und auf keinen Fall gesalzen sein! Aber auch heißes, gesalzenes Kartoffelwasser lässt sich im Hochbeet benutzen. So wirkt es aber nicht wie ein Flüssigdünger, sondern bewirkt das Gegenteil: es ist dann ein effektives Mittel gegen Unkraut.